Tipps & Tricks

15.01.2022

Trennen Sie Ihre Netzwerke! Wenn Sie im HomeOffice sind oder Ihr Firmensitz gleichzeitig Ihre Privatadresse ist, nutzten Sie die Gastnetzwerkfunktion! Wenn Sie eine Fritzbox nutzen:
Dort kann man im Heimnetz entweder den „LAN4-Anschluss als Gastnetzwerk verwenden“ anhaken oder unter den WLAN Einstellungen „Gastnetzwerk aktiv“ aktivieren. Dann weiter unten noch einen Haken bei „Netzwerkgeräte dürfen untereinander kommunizieren“ setzen, falls gewünscht. Dann ist das Risiko deutlich minimiert, falls irgendwer im Netz falsch klickt oder versehentlich einen Virus ins Netzwerk schleust. Damit bekommen die Business-Geräte ein ganz anderes Netzwerk.

28.12.2021: 

Das BSI empfiehlt sichere Passwörter. Sichere Passwörter bestehen aus mindestens 10 Zeichen. Davon mind. 2 Großbuchstaben, 2 Ziffern und 2 Sonderzeichen. Keinen Zusammenhang mit der eigenen Person oder Familie. Also keinen Hochzeitstag, nicht den Namnen des Hundes oder der Kinder. Die Informatione werden sehr oft in den sozialen Netzwerken preis gegeben. Gefährlich ist dann nicht der Arbeitskollege, sondern wenn dessen Konto gehackt wird, hat die Schadsoftware Zugriff auf die Informationen der Freunde. Hochzeitstag, Namen der Kinder, die erste Katze, Zweitnamen usw.

Dann sollte man für jeden Dienst ein eigenes Passwort verwenden. Ansonsten wird uU ein relativ unwichtiger, schlecht gesicherter  Gaming-Server gehackt und der Angreifer hat den Zugang zu dutzenden Amazonkonten, und die Opfer haben plötzlich unwissentlich 10 IPads gekauft. 

Es geht bei den Kennwörtern nicht darum, einem selbst das Leben schwer zu machen oder die Familienmitglieder aus zu sperren, sondern es den Schadprogrammen schwerer zu machen, an Informationen zu kommen. Spitzenreiter bei den Kennwörtern ist sei Jahren 12345678.

Schnell kommen ein paar Dutzend Kennwörter zusammmen. (Amazon, Apple, Ebay, Netflix, Internet-Provider, Fritzbox, Drop-Box, NAS, Bank, Handy-Provider, Virenschutz, Microsoft, Office, …). Dazu die Keys & Pins. 

Ein Ansatz ist, sich einen Spruch aus zu denken und davon jeden xten Buchstaben zu nehmen. Beispielsweise: „Man muß die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann“. Jeden 1. Buchstaben würde „MmdTk,bmsvk“. Das nimmt man für Amazon. Jeden 2. Buchstaben für Ebay, jeden 3. für das E-Mail-Konto usw. Das Kennwort ist sehr sicher. Merken können sich das aber die wenigsten. 

Tipp1: Nutzen Sie drei Wörter, die nichts miteinander zu tun haben und getrennt durch ein Sonderzeichen. Das menschliche Gehirn ist einfacher in der Lage sich drei Wörter zu merken, als „MmdTk,bmsvk“, bzw. „Man muß die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann“. und dann den ersten oder zweiten oder dritten Buchstaben. 

Beispielsweise: Schinkenbrot&Schraubenzieher&Katzenklo sind 38 Zeichen. Ein Duden hat rund 3000 Wörter. Rund 70 Sonderzeichen , sind über die Tastaur direkt verfügbar. Also 3000 x 3000 x 3000 x 70 x 70 Möglichkeiten. 

 Tipp2: Nutzen Sie Keepass. Keepass ist ein kostenloser Passwort-Safe. Bis heute ist der noch nicht geknackt. Keepass erzeugt eine Datenbank, wo man Kennwörter, Pins und Lizenz-Schlüssel ablegen kann. Die Datenbank ist verschlüsselt und muss natürlich vor jeder Nutzung entschlüsselt werden. Man muss sich nur ein Kennwort merken. Man kann z.B. Firefox erweitern, so dass Eingabefelder bei geöffneter Keepass-Datenbank automatisch ausgefüllt werden. Zur Sicherheit kann man die Datenbank auch exportieren, ausdrucken und dann im Safe verwahren. Zusätzlich gibt es einen Passwort-Generator. Damit kann man zufällige sichere Kennwörter generieren lassen. Grenzen gibt es hierbei meistens nur noch von den Anbietern. Bei Amazon zum Beispiel, darf ein Kennwort max. 20 Zeichen lang sein. Das sind 100 Trillionen Möglichkeiten. Selbst bei 1 Millionen Versuchen pro Sekunde, würde man nach 1000 Sekunden (~ 20 Minuten ) bei 1 Milliarde getesteter Möglichkeiten sein. Nach rund 30 Jahren hätte man dann die erste Trillion an Möglichleiten durch.